INNER COSMICS

2018

 

Projekt Statement

Denkt man über die mittlerweile inflationär verwendete Fotografie nach, so drängt sich der Eindruck auf, als sei alles bereits fotografiert. Die Wertigkeit der damit verbundenen Bilder atomisiert sich. Und es stellt sich die Frage nach der Daseinsberechtigung, der verbleibenden Bedeutsamkeit der Fotografie.

 

Was auf den ersten Blick irritiert – ein womöglich zu schnelles Einordnen in bereits Gesehenes - führt im zweiten zu einem nicht gelingen wollenden Abgleich mit bekannten Bildern.

Hier zeigt sich ein erstes Spannungsfeld zwischen visuell Erwartbarem und dem eigenen Bildergedächtnis. Auch eine größen-dimensionale Einordnung kommt ohne den Blick und die Bildererfahrung des Rezipienten nicht aus.

Gleichzeitig führt die minimalistisch ausformulierte Serie zu einem weiteren inneren Abwägungsprozess: Was überwiegt? Die innere Suche nach Referenzen oder der – durch die reduzierte Motivik evozierte - meditative Charakter der Bilder?

 

Die Serie spielt somit einerseits mit visuellen Erwartungshaltungen, darüber hinaus zeigen diese Fotografien jedoch ebenso, dass die Ästhetik des Atmosphärischen mit visuellen Metaphern grundsätzlich denk- und machbar ist.

 

Das Gesehene verweilt als ein schönes Rätsel.

 

INNER COSMICS wurde im Rahmen der International Photo Awards 2018 (USA) in der Kategorie Fine Art : Abstract, Professional nominiert.

 

 

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